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Unity: Wenn es einen Dokumentarfilm gibt, der mir 2015 wirklich unter die Haut ging, dann war es dieser von Shaun Monson. Der Autor und Regisseur von „Earthlings“ geht in seinem neuen Werk einen bedeutenden Schritt weiter als noch in seinem letzten Film und stellt die existentielle Frage: „Worum geht es uns in diesem Leben wirklich?“. Auf der Suche zur Beantwortung dieses Themas stößt der Film schnell darauf, dass wir Menschen das Leben dieses Planeten über Grenzen definieren – Grenzen, die uns bald die Sicht auf die Wirklichkeit verengen, Grenzen, die Hass, Wut und Zorn erst möglich machen, Grenzen, die Grund sind für die Ungerechtigkeit auf dieser Erde.

Mensch, Tier, Pflanze

Eigentlich möchten wir alle ein zufriedenes, glückliches Leben. Doch irgendwie erreichen wir das nicht. Immer wieder keimen Ausgrenzung, Hass und Widerstand auf und machen das Leben für Menschen, Tiere und Pflanzen zu einer Tortur. Und während die meisten Menschen ihren Wünschen und selbst auferlegten Verpflichtungen hinterher hetzen, verwüsten wir diese einzigartige Landschaft, gehen mit den anderen Lebewesen grausam um und bereiten uns gegenseitig die Hölle auf Erden. Dabei wäre es doch so wünschenswert, diese inneren Grenzen einzureißen, über den Tellerrand des eigenen schnellen Glücks im Außen hinaus zu schauen und einander zu helfen, ein gutes Leben zu führen.

Der Film ist eine Einladung genau dazu, über den eigenen Tellerrand zu sehen und sich die Frage zu stellen: „Was möchte ich eigentlich wirklich vom Leben?“

Hier seht ihr den Trailer:

Unity (On Demand) Trailer from NATIONEARTH on Vimeo.

 

Unity – Tausende Stimmen geben eine Einheit

Das Faszinierende an diesem Film ist aber auch, dass sich die Sprecher in jedem zweiten oder dritten Satz abwechseln. Es gibt hier keinen einheitlichen Sprecher und erschafft somit eine Vielheit, die wiederum die Einheit des Films gewährleistet. Das hat den Effekt, dass man sich zwar manchmal etwas verloren vorkommt aber irgendwie auch zu Hause mit all den Stimmen. Und das sind nicht nur irgendwelche Sprecher: Ben Kingsley, Carrie-Ann Moss, Deepak Chopra, Dr. Dre, Casey Affleck, David Copperfield, Jennfier Aniston, Geoffrey Rush, Joaquin Phoenix, Mariel Hemmingway, Martin Sheen, Matthieu Ricard, Moby, Olivia Wilde, Pamela Anderson, Tony Hawk oder Zoe Saldana – um nur einige zu nennen.

Warnung vor dem Anfang: Der Anfang ist schwere Kost und nicht leicht zu ertragen. Aber ich verspreche euch, es lohnt sich. Denn man versteht sehr schnell, worum es dem Regisseur geht: Um Mitgehfühl mit anderen Lebewesen. Trotzdem würde ich abraten, den Anfang Kinder unter 6 Jahre zu zeigen.

Schaut euch diesen Film an, er ist es wert!

Den Film könnt ihr hier bei Amazon ausleihen oder kaufen:

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